Interpretieren
Chöre leiten, Partituren befragen und gemeinsam einen Ausdruck finden.

Ich entwickle Klang, Ideen und Menschen – im Chor, am Klavier, im Unterricht und in eigenen Kompositionen.
Entdecken ↓Künstlerischer Anspruch und echte Zugänglichkeit gehören für mich zusammen. Ob auf der Bühne, im Probenraum oder im Unterricht: Es geht um Entwicklung, Ausdruck und den Moment, in dem aus vielen einzelnen Stimmen ein gemeinsamer Klang wird.
Was ich im Probenraum entdecke, prägt meine eigenen Stücke. Und was ich beim Komponieren lerne, verändert wiederum meinen Unterricht.
Chöre leiten, Partituren befragen und gemeinsam einen Ausdruck finden.
Komponieren und arrangieren – aus einer ersten Idee werden Form, Farbe und Richtung.
Menschen ermutigen, musikalisch zu wachsen und ihre eigene Stimme zu entdecken.
Eine neue Komposition für Frauenchor und Orchester: William Blakes mystische Lichtvision aus To Thomas Butts tritt in einen Dialog mit dem liturgischen Text des O Nata Lux. Acht Stationen führen von der ersten Ahnung des Lichts bis zu einer stillen, beinahe kindlichen Zuversicht.
Mehr zu dem Projekt ↓Das Video konnte nicht starten. Trailer direkt öffnen
Kein Licht, das nur von außen scheint. Sondern eines, das Wahrnehmung verändert – bis Mensch, Natur und Klang als Teil derselben lebendigen Schöpfung hörbar werden.

Der Hymnus benennt das göttliche Licht, das menschliche Gestalt annimmt. In der Komposition kehrt er als Anrufung und Schwelle wieder: ein ruhender Pol, an dem sich die Vision immer neu ausrichtet.
Aus ausgewählten Versen von To Thomas Butts entsteht eine subjektive Reise. Das Licht wird in der Schöpfung sichtbar, weitet den Blick und nimmt schließlich als „The One Man“ Gestalt an.
Ich erlebe die Natur als lebendigen, geistdurchdrungenen Organismus. In ihr entdecke ich Gottes Schöpfung und spüre eine göttliche Gegenwart.
In dunklen Phasen meines Lebens, nach Schicksalsschlägen, haben Musik und Natur mir den Weg zurück ins Licht gezeigt. Diese Erfahrung trägt First Vision of Light. In William Blakes Versen begegnet mir ein verwandtes Staunen: Die Schöpfung leuchtet, das Einzelne wird Teil eines größeren Ganzen. Im Dialog mit O Nata Lux möchte ich dieser Erfahrung musikalisch nachgehen.
Das Werk ergänzt das aktuelle Konzertprogramm der Choryfeen. Ich schreibe unheimlich gern für Frauenchor und habe dabei die vertrauten Stimmen und Ausdrucksmöglichkeiten meines Ensembles im Ohr. Die musikalische Sprache ist weniger experimentell als in manchen meiner früheren Projekte; auf großflächige Cluster verzichte ich bewusst. Das Stück soll professionellen Chören künstlerischen Gestaltungsspielraum bieten und zugleich für ambitionierte Laienchöre wie meine Choryfeen gut zu bewältigen sein. Für sie zu komponieren heißt für mich, etwas Persönliches mit den Menschen zu teilen, mit denen ich seit vielen Jahren Musik mache.
Einleitung ansehenDie Streicherstimmen ziehen synchron zur Musik durch das Bild, während langsam Licht in einen dunklen Raum fällt.
Ausschnitt ansehenEine stille Passage aus Blakes Lichtvision: Nach dem großen Leuchten wird der Klang nah und beinahe kindlich.
Die Musik ist eine digitale Wiedergabe des aktuellen Arbeitsstands. Die begleitenden Bildwelten sind KI-generiert.
Am Ende steht kein triumphaler Schluss, sondern Vertrauen: Das große Leuchten wird still, nah und beinahe kindlich. O Nata Lux und Blake erklären einander nicht – sie öffnen gemeinsam einen Raum.
Die nächsten Termine mit meinen beiden Schulchören.
Skylights & Skylights Juniors, Polizeichor Kassel und das Landespolizeiorchester
Foto: Carolin LudwigSeit vielen Jahren entwickle ich mit Chören Programme, die musikalischen Anspruch mit unmittelbarer Wirkung verbinden. Zeitgenössische Chormusik, selten gehörte Werke und besondere Besetzungen bilden dabei einen Schwerpunkt.
2006 gründete ich den Kasseler Frauenchor Choryfeen. Heute stehen rund 45 Sängerinnen, große chorsinfonische Projekte und deutsche Erstaufführungen für die gemeinsame Arbeit.
Auch an der Engelsburg verantworte ich die Chorarbeit: Ich leite den Unterstufenchor Skylights Juniors und den großen Schulchor Skylights. Darüber hinaus arbeite ich mit Projektchören und begleite Ensembles in konzentrierten Probenphasen. Für die Leitung eines weiteren Chores bin ich offen, wenn die musikalische Idee und das Miteinander wirklich passen.
Du bringst deine Neugier und deine Ziele mit. Wir finden gemeinsam heraus, welcher nächste Schritt für dich musikalisch sinnvoll ist.

Für Anfänger:innen, Wiedereinsteiger:innen und Fortgeschrittene – mit Technik, Ausdruck und deinem eigenen Repertoire.
Von der ersten Idee bis zum fertigen Song: Melodie, Harmonie, Form und Text im persönlichen Arbeitsprozess.
Gezielte Vorbereitung auf Aufnahmeprüfungen: Vorspiel, Gehörbildung, Musiktheorie und künstlerische Gestaltung.
Dirigiertechnik, Probenmethodik, Repertoire und die Frage, wie aus einer Gruppe ein Ensemble wird.
Welcher Weg könnte deiner sein?
Unterricht anfragen
Ich wurde 1977 in Fulda geboren und studierte Musik und Anglistik für das gymnasiale Lehramt in Kassel. Ergänzend erhielt ich privaten Gesangsunterricht und studierte Chorleitung an der Bundesakademie Wolfenbüttel.
Heute unterrichte ich Englisch und Musik am Engelsburg-Gymnasium in Kassel, leite Schulchöre und die Choryfeen, komponiere und arrangiere. Seit Studienzeiten gehöre ich außerdem zum A-cappella-Ensemble Echte Kerle. Zwei chorpraktische Bände zur Arbeit mit Singklassen entstanden gemeinsam mit Dr. Valerie Schnitzer und erschienen bei Schott Music.
Ausführliche Biografie lesen ↗